Update August 2013:

Im August 2013 besuchte Ralf wieder das Projekt, um die Fortschritte zu begutachten und weitere Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. So wurde eine größere Verteilaktion von Schulmaterialien (Hefte, Stifte, Kreide) sowie Kleidung an über 800 Kinder in mehreren Dörfern nördlich von Lomé durchgeführt. Begleitet wurde das Team von Schif e.V. dabei von einem Kamerateam des togolesischen Staatsfernsehens, das eine Reportage über die Arbeit der Mission Grace Divine in Togo dreht.

 

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Ferner stellte Ralf die Arbeit von Schif e.V. in einer landesweiten Radiosendung, sowie in einem Interview in einer Fernsehsendung des togolesischen Staatsfernsehens vor.

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Darüber hinaus wurden die 86 Kinder, die über Schif e.V. direkt eingeschult sind, besucht und die Mission Grace Divine trug wieder ein großes zweitägiges Fußballturnier mit sechs Mannschaften aus.

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Da durch das wachsende öffentliche Interesse in Togo und das vergrößerte Aufgabenspektrum auch die finanziellen Anforderungen gestiegen sind, arbeiten wir momentan daran, tragfähige Geschäftsmodelle in Togo zu entwickeln, die der Mission Grace Divine eine finanzielle Unabhängigkeit gemäß unseres Mottos „Hilfe zur Selbsthilfe“ ermöglichen.

Beginn des Projektes 2011 und Projektreise 2012:

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Anders als hierzulande gibt es in vielen afrikanischen Ländern – so auch in Togo – keine oder nur sehr schwache Sozialleistungen des Staates für seine Bürger. Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung werden durch Familienangehörige ersetzt. Dies lernte auch Ralf, Vorsitzender des SCHIF e.V. bei seiner Reise nach Togo im August 2011 kennen. Bei seiner Arbeit im Krankenhaus sah er, wie abhängig man dort von seiner Familie ist, sobald man nicht mehr selbst erwerbstätig sein kann. Folglich stellt es eine Familie vor massive Probleme, falls der Mann der Familie (In Afrika ist die Emanzipation leider noch nicht sehr weit vorangeschritten und ein sehr konservatives Familienbild verbreitet) verstirbt.

Bei einem Kirchenbesuch lernte Ralf Timothee Kidaja kennen, der versuchte, Waisen- und Witwenkindern eine Schulbildung zu ermöglichen bzw. zu finanzieren, jedoch fehlte es ihm an Kapital. Ralf finanzierte ihm damals mit Geld, das er in Ferienjobs neben seinem Studium verdient hatte, ein Motorradtaxi (dies ist eines der Haupt-Fortbewegungsmittel in Lomé). Timothee scharte weitere motivierte Ortsansässige um sich und startete zusammen mit Ralf die Mission Grace Divine.

Im September 2012, ein Jahr später, besuchte Ralf zusammen mit Simon erneut Lomé, um Timothee wiederzutreffen und die Fortschritte zu begutachten. Die beiden waren begeistert: nicht nur, dass sie unglaublich herzlich empfangen wurden, Timothee hatte inzwischen über 60 Kinder und Jugendliche eingeschult bzw. ihnen eine Ausbildung ermöglicht, er hatte auch die Mütter und Verwandten versammelt, die sich bedanken wollten. Sogar eigene T-Shirts, die das Projekt bekannt machen sollen, wurden gedruckt. Außerdem hat er sein Projekt auch auf blinde Studenten der örtlichen Universität erweitert und diesen eine Betreuung ermöglicht.

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Doch damit nicht genug: Timothee hat noch viele weitere Ideen. So machte er bei einem Besuch eines Dorfes außerhalb von Lomé Ralf und Simon, die einen ganzen Koffer voll mit Stiften, Blöcken und anderen Schreibmaterialien (eine Spende der Firma LEICA) im Gepäck hatten, darauf aufmerksam, dass es für die Kinder dieses Vorortes logistisch unmöglich ist, eine Schule zu besuchen. Ihnen möchte er einen Lehrer vermitteln, der mehrmals wöchentlich, am besten täglich, Unterricht im Dorf gibt.

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Jedoch mangelt es teilweise noch einem ordentlichen wirtschaftlichem Konzept. Ralf und Simon erklärten, dass sie weder die finanziellen Mittel haben noch es für sinnvoll halten, alle vorhanden Gelder unmittelbar in Schulgebühren für weitere Kinder zu investieren, da dies nur eine kurzfristige Lösung ist. Es muss eine langfristige, solide Finanzierung geschaffen werden. Timothee versammelte alle Unterstützer der Mission Grace Divine und erstellte ein Konzept: es sollen eine Wäscherei, ein Gemischtwarenladen und eine Halle mit Spielekonsolen (dies ist ein ähnliches Konzept wie beim Projekt 301/DSTV) geschaffen werden. Weiterhin will Timothee einen Videoservice anbieten, der Hochzeiten, Familienfeste etc. filmt und die entstandenen Videos bearbeitet. Hierfür sind eine Kamera sowie ein PC notwendig. Hauptziel des Projektes ist es momentan, dieses Grundkonzept zu finanzieren.

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